Bei einem mittel- bis langfristigen Zeitraum redet man von einer Strategie. Kurzfristige Entscheidungen sind operativer Natur. Tritt eine Krise ein, muss die Unternehmensführung kurzfristig bzw. operativ reagieren. Mittel und Langfristig muss die Führungsebene seine Strategien der Krise entsprechend anpassen.
Ein Beispiel aus der Realwirtschaft: Georg Fischer AG in der Wirtschaftskrise 2008; Der Umsatz im Automotiv Sektor verringerte sich schlagartig um fast 50%. Operative Maßnahme: Komplette Transparenz gegenüber Mitarbeitern. Alles, was entbehrlich ist, wird gestrichen. Die Mitarbeiter gelten in dieser Situation nicht als entbehrlich. Sobald der Automotiv Sektor wieder anlaufen sollte, ist das Unternehmen auf deren Knowhow angewiesen. Mobiliar kann wieder angeschafft werden.
In der heutigen Unternehmensführung wird gerne gesagt, jeder sei ersetzbar. Personell betrachtet stimmt diese Aussage auch. Doch dem geistigen Verlust (Persönlichkeit, Knowhow, Betriebliches Wissen, Individualität…) muss auch Beachtung geschenkt werden!
Knowledge Management heißt für Unternehmen, das es sich überlegen muss, wie man das vorhandene Fachwissen festhalten kann. Bei einem Personalwechsel geht dadurch Fachwissen weniger verloren. Dies kann man mit Betriebshandbüchern, Tutorials etc... Umsetzen.
Unternehmen werden in folgende Grössen unterteilt:
| Beschäftigte | Jahresumsatz (in Euro) | Jahresbilanz (in Euro) | |
|---|---|---|---|
| Mikrounternehmen | < 10 Personen | < 2 Mio. | < 2 Mio. |
| Kleine Unternehmen | < 50 Personen | < 10 Mio. | < 10 Mio |
| Mittlere Unternehmen | < 250 Personen | < 50 Mio. | < 43 Mio. |
Die Mikrounternehmung ist eine Sonderform, welche aus der hohen Anzahl solcher Betriebe in der Schweiz entstanden ist. Da die Schweiz eine kleine Bevölkerungszahl aufweist haben Mikrounternehmen einen hohen Anteil. In anderen Ländern wird nicht vom Mikrounternehmen gesprochen.
Produktivität ist eine Kennzahl, welche das Verhältnis zwischen Output und Input bezeichnet. In der Regel bezieht sich diese Kennzahl auf ein System oder einen Produktionsprozess mit Produktionsfaktoren (Input) und Produkten (Output).
Um ein konkretes Urteil fällen zu können muss die Wirtschaftlichkeit der Produktivität gegenübergestellt werden. Eine tiefe Produktivität muss nicht zwingend ineffizient sein. Es kommt auf das Verhältnis von Ertrag und Aufwand an, daraus resultiert der Gewinn.
Hierzu ein einfaches Rechenbeispiel:
Arbeitsproduktivität = Umsatz pro Tag / Arbeitsstunden pro Tag
Arbeitsproduktivität = 600 CHF / 8 Stunden = 75 CHF pro Stunde
Wirtschaftlichkeit:
Die Wirtschaftlichkeit misst das Verhältnis von Output zu Kosten. In diesem Fall betrachten wir den Umsatz (Output) im Verhältnis zu den Kosten für den Mitarbeiter.
Kosten pro Mitarbeiter = Kosten pro Stunde * Arbeitsstunden pro Tag
Kosten pro Mitarbeiter = 66 CHF * 8 Stunden = 528 CHF
Wirtschaftlichkeit = Umsatz pro Mitarbeiter / Kosten pro Mitarbeiter
Wirtschaftlichkeit = 600 CHF / 528 CHF ≈ 1,14
Die Wirtschaftlichkeit von etwa 1,14 bedeutet, dass für jeden investierten CHF in den Mitarbeiter etwa 1,14 CHF Umsatz generiert werden. Der Gewinn pro geleistete Arbeitsstunde läge demnach bei 9.24 CHF oder bei 14%.
Die Produktionsfaktoren werden auf den Beschaffungsmärkten besorgt und in ein Produkt oder eine Dienstleistung transformiert. Wir kennen verschiedene Produktionsfaktoren:
| Produktionsfaktor | Erklärung |
|---|---|
| Arbeitskraft | Zur Erzeugung von Produkten und Dienstleistungen wird körperliche und geistige Arbeitskraft von Menschen benötigt. |
| Knowhow | Das Knowhow hängt stark mit der Arbeitskraft zusammen. Es umfasst Können, Wissen und Informationen, welche für die Erzeugung des Outputs nötig sind. |
| Betriebsmittel | Betriebsmittel sind Güter, welche nicht ein Teil des Outputs werden: Maschinen, Werkzeuge, Boden, Gebäude und Geld. |
| Werkstoffe | Werkstoffe werden im Produktionsprozess ein Teil des Outputs: Rohstoffe, Hilfsstoffe, Halbfabrikate, Betriebsstoffe. |
Grundsätzlich kann man die Wertschöpfung als Differenz von Input und Output definieren. Mithilfe der Wertschöpfung kann berechnet werden, wie erfolgreich ein Unternehmen wirtschaftet ist. Bei einem Unternehmen umfasst die Wertschöpfung den gesamten erwirtschafteten Umsatz abzüglich der benötigten Fremdgüter.
Bei den Vorleistungen Kosten einzusparen, gleicht Erbsenzählerei. Auf die Dauere bringt es nichts. Die Selbstkosten zu verringern, geht über die Betriebskosten.
Die Wertschöpfung ist ein wichtiger Aspekt in der betriebswirtschaftlichen Analyse. Je höher diese ist, desto effizienter nutzt das Unternehmen seine Ressourcen, um Mehrwert zu schaffen.
Diese Analyse ist wichtig, um die Effizienz eines Unternehmens zu bewerten und die Rentabilität zu steigern. Ausserdem kann sie dazu beitragen die Position eines Unternehmens in der Wertschöpfungskette seiner Branche zu verstehen und strategische Ziele zu setzen.
Grundlegende Berechnung:
Wertschöpfung = Umsatzerlös – Vorleistungen
Prozentualer Anteil des Umsatzerlös:
Wertschöpfungsrate (%) = (Wertschöpfung / Umsatzerlös) * 100
Der Umsatzerlös repräsentiert den Gesamtbetrag der Einnahmen, welche ein Unternehmen durch den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen erzielt.
Die Vorleistungen umfassen alle Kosten welche zur Herstellung/Erbringung von Produkten/Dienstleistungen nötig sind. Dazu gehören Material, Lohn, Energie, Miete, Versicherung etc.
Beispiel: Die Spenglerei «Alpine Dach» erzielt einen Umsatz von 750'000 CHF. Die Vorleistungskosten belaufen sich auf 600'000 CHF:
Wertschöpfung = 750'000 CHF – 600'000 CHF = 150'000 CHF
Wertschöpfungsrate = (150'000 CHF / 750'000 CHF) * 100% = 20%
Die Wertschöpfungsrate liegt bei etwa 20%. Dieser Wert ist nicht mit dem Gewinn zu verwechseln, dieser wird in der Erfolgs- und Bilanzrechnung ersichtlich. In der Wertschöpfung sind nicht alle Betrieblichen Ausgaben berücksichtigt! Nur die Produkt/Dienstleistungs-Spezifischen Kosten fliessen in diese Rechnung ein.
Die Erfolgsberechnung ist eine grundlegende Kennzahl in der Unternehmensführung und hilft dabei, die finanzielle Leistung und Rentabilität eines Unternehmens zu bewerten.
Erfolg = Output Wert (Ertrag) – Input Wert (Aufwand)
Die Maslow Pyramide stellt die Bedürfnisse des Menschen in einer Hierarchie dar; sie beschäftigt sich mit Inhalt, Art und Wirkung von Motiven. Den Versuch, eine konkrete Rangliste von Bedürfnissen aufzustellen erschien Maslow nicht Zielführend. Er ordnete die menschlichen Bedürfnisse nach fünf Oberkategorien. Diese Kategorien wurden in vier Defizitbedürfnisse und einem Wachstumsbedürfnis unterteilt.
Solange eine Bedürfnis Ebene nicht vollständig befriedigt ist, kann ein Mensch nicht in die nächsthöhere Ebene aufsteigen. Kommt ein Mensch in die Situation das ein Bedürfnis seiner aktuellen Ebene nicht mehr erfüllt wird, fällt er wieder ganz nach unten in der Pyramide. Dadurch muss er sich wieder durch die die verschiedenen Ebenen nach oben "arbeiten".
Die "klassischen" fünf Ebenen
Unternehmen können horizontal, vertikal und lateral expandieren. Die Wahl der Wachstumsstrategie hängt von den Zielen, Ressourcen und der Wettbewerbssituation eines Unternehmens ab.
Bei einer horizontalen Expansion breitet sich ein Unternehmen innerhalb seines Marktes aus. Dies geschieht z.B. durch die Einführung eines neuen Produktes/Dienstleistung, welches im Zusammenhang mit dem bestehenden Angebot steht. Diese Strategie kann zur Marktpräsenz und zum Umsatzwachstum beitragen.
Die vertikale Expansion bezieht sich auf die Ausdehnung in der Wertschöpfungskette. Bei der Rückwärts-Integration übernimmt ein Unternehmen Lieferanten oder Hersteller von Rohmaterial. Bei der Vorwärts-Integration baut ein Unternehmen bei den Vertriebs- oder Einzelhandelskanälen aus. Die Effizienz und Kontrolle über die Lieferkette werden dadurch gesteigert.
Durch eine laterale Expansion diversifiziert sich ein Unternehmen in neu Geschäftsfelder und Branchen. Dies geschieht oft durch Fusionen und Übernahmen oder die Einführung völlig neuer Geschäftsbereiche. Somit wird das Risiko eines Unternehmens gestreut, jedoch ist diese Art der Expansion sehr aufwändig.
Es gibt zwei Formen der Unternehmensverbindung:
Kooperationen:
Konzentrationen:
Bei einer Kooperation bleiben die Unternehmen finanziell und rechtlich selbständig. Das Ziel ist die Wirtschaftlichkeit, die durch die zusammengelegten Ressourcen besser wird.
Bei einer Konzentration ist der Zusammenschluss viel enger und dauerhafter. Die beteiligten Unternehmen geben ihre wirtschaftliche Selbständigkeit auf und unterstellen sicher z.B. einer Konzernleitung. Oder Sie geben sogar ihre rechtliche Selbständigkeit auf und vereinigen sich durch Fusion zu einem neuen Unternehmen.
Vorteile
Nachteile
Das Marktgleichgewicht wird von den Teilnehmern dessen angestrebt. Ein Ungleichgewicht hat wirtschaftliche Risiken auf Angebot, Nachfrage und Preis zur Folge.
In einem vollkommenen Markt (d.h. indem kein einzelner Teilnehmer allein den Preis beeinflussen kann) pendelt sich eigenständig ein Gleichgewichtspreis ein.
Ein Monopolist wird immer überhöhte Preise fordern. Dadurch kommt es zur Verknappung der angebotenen Menge. Ökonomen können durch das Aufstellen von Regeln versuchen dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Dadurch soll ein Wohlfahrtsverlust für die Gesellschaft vermieden oder zumindest verringert werden.
Die Nachfrage ist die Menge der Güter, welche die Konsumenten zu einem bestimmten Preis kaufen. Hauptkriterien für den Preis, welchen die Konsumenten bereit sind zu zahlen:
Das Angebot bezeichnet die Menge eines Gutes, welche die Erzeuger zu einem bestimmten Preis bereit sind zu produzieren und dazu auch fähig sind.
Wie auf dem Diagramm zu erkennen ist gelten folgende Regeln:
Die Preiserwartungen von Anbietern und Abnehmern sind gegenläufig. Der daraus resultierende Schnittpunkt zeigt den Gleichgewichtspreis und den maximalen Umsatz auf.
Verändert sich die Nachfrage und mehr Leute wollen ein bestimmtes Gut erwerben, so steigert sich dessen Preis. Als Folge der Preissteigerung werden neue Anbieter hinzukommen oder bestehende Anbieter werden ihre Produktion erhöhen. Sinkt die Nachfrage, passiert genau das Gegenteil.
Verändert sich das Angebot und erhöht sich, so sinkt der Preis und die die Umgesetzte Menge steigert sich.
Die Preiselastizität gibt an wie stark sich eine Preisänderung eines bestimmten Produktes/Dienstleistung auf die Nachfrage bzw. auf das Angebot auswirkt. Je höher der Wert dessen ist, desto stärker reagiert die Menge auf die Preisanpassung.
Ein einzelnes Gut tendiert stärker dazu bei einer Preisänderung substituiert zu werden als ein Gesamtmarkt.
Preiselastizität = Relative Mengenänderung / Relative Preisänderung
P1 = Alter Preis, P2 = Neuer Preis, Q1 = Alte Menge, Q2 = Neue Menge
Rechenbeispiel:
Alter Preis für einen Lüftungshut P1 = 50 CHF
Neuer Preis für einen Lüftungshut P2 = 60 CHF
Alte Nachfragemenge Q1 = 200 Einheiten
Neue Nachfragemenge Q2 = 150 Einheiten
((150 Einheiten – 200 Einheiten) / 200 Einheiten * 100%) / ((60 CHF – 50 CHF) / 50 CHF * 100%) = -1.25
Das Resultat besagt: Eine Ein Prozentige Preiserhöhung führt zu einer 1.25-prozentigen Verringerung der Nachfrage
Mit dem Wirtschaftskreislauf wird modellhaft der Austausch von Gütern und Geld zwischen Wirtschaftssubjekten dargestellt. Geld und Güter fliessen dabei entgegengesetzt und entsprechen sich wertmässig. Dieses Modell ist essenziell für die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Es ermöglicht den Kreislauf wirtschaftlicher Aktivitäten und Transaktionen zu visualisieren und zu analysieren. Zu den Wirtschaftssubjekten gehören:
Unternehmen
Sie produzieren Güter und Dienstleistungen, um sie am Markt zu verkaufen. Im Gegenzug erhalten diese von den Privaten Haushalten den Kaufpreis.
Private Haushalte
Diese kaufen den Unternehmen ihre Güter ab. Gegen Arbeitsleistung erhalten sie Löhne, Gehälter, Renten und andere Einkommensarten.
Der Staat
Dieser erhält Einnahmen in Form von Steuern und gibt Subventionen in Form von Gütern und Dienstleistungen wie Bildung, Infrastruktur oder Gesundheitswesen zurück.
Die Kapitalsammelstelle (Banken)
Banken fungieren als Vermittler zwischen den übrigen Wirtschaftssubjekten. Sie nehmen Einlagen entgegen und gewähren Kredite und Hypotheken.
Das Ausland
Exporte bringen Geld ins Land, während Importe Geld aus dem Land abfliessen lassen.
Das Porter's Five Forces Modell dient als Analyseinstrument zur Bewertung der Wettbewerbsintensität und der Attraktivität eines Marktes.
Das Modell besagt, dass der Erfolg einer Unternehmung zumindest indirekt von der Marktstruktur abhängt. Die Attraktivität eines Marktes wird durch seine Marktstruktur bestimmt. Die Marktstruktur beeinflusst das strategische Verhalten des Unternehmens. D.h. ihre Wettbewerbsstrategie welche ihren Markterfolg bestimmt.
Im Wesentlichen wird die Attraktivität einer Branche durch fünf Wettbewerbskräfte bestimmt. Die nachfolgenden Analysekriterien sind immer auf eine gesamte Branche, nicht nur auf ein einzelnes Unternehmen zu beziehen!
Die Rivalität zwischen den im Markt befindlichen Unternehmen ist hoch, wenn:
Neue Marktteilnehmer beeinflussen direkt den Wettbewerbsvorteil. Die Rendite der bestehenden Marktteilnehmer wird durch zusätzliches Angebot bei gleichbleibender Nachfrage geschwächt.
Durch Zugangsbarrieren kann dieser Bedrohung entgegengewirkt werden. Porters nennt sechs wesentliche Zugangsbarrieren:
Indem Preise für Waren oder Dienstleistungen erhöht werden können Lieferanten eine Gefahr für ein Branche Darstellen. Dadurch kann die Profitabilität einer Branche reduziert werden, wenn jene die Mehrkosten nicht auf dem eigenen Markt einbringen kann.
Eine Lieferantenbranchen hat Macht, wenn folgende Faktoren vorliegen:
Wenn die Abnehmer eine hohe Marktmacht besitzt kann diese Preise drücken, bessere Qualitäten durchsetzen oder erweiterte Dienstleistungen erzwingen. Dies senkt die Profitabilität der Branche.
Die Abnehmen haben Macht, wenn: