Primärmarktforschung bezeichnet die systematische Erfassung, Analyse und Interpretation von Daten und Informationen, die direkt aus der Zielgruppe oder dem Markt stammen.
Hierbei werden gezielt Informationen erfasst, die für das Unternehmen relevant sind und die es nicht bereits vorliegen hat.
Beschaffungsmöglichkeiten der Qualitativen Primärmarktforschung:
Beschaffungsmöglichkeiten der Quantitativen Primärmarktforschung:
Ein Panel ist eine Gruppe von Personen, welche regelmässig an Umfragen oder Studien teilnehmen und deren Meinungen und Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum verfolgt werden.
Diese Personen nennt man Panelmitglieder und sind repräsentativ für eine bestimmte Zielgruppe. Panelmitglieder werden in der Regel aufgrund Demografischer Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder Wohnort ausgewählt. Somit wird das Relevante des Studienergebnis sichergestellt.
Datamining bezeichnet die Methode grosse Datenmengen zu analysieren um so verborgene Muster, Zusammenhänge und Erkenntnisse zu identifizieren. Als Unternehmen kann man aus diesen Erkenntnissen gezieltere Werbemassnahem und Angebote für die Zielgruppe entwickeln.
Im Gegensatz zur primären werden bei der Sekundären Marktforschung bereits Vorhandene Datenquellen analysiert. Die Datenquellen umfassen beispielsweise Statistiken, Studien, Berichte, Fachliteratur oder Internetquellen.
Die Daten werden auf ihre Richtigkeit, Aktualität und Relevanz für die Forschungsfrage des Unternehmens geprüft.
Der grosse Vorteil gegenüber der primären Marktforschung besteht bei den geringen Kosten und der schnellen Durchführbarkeit.
Es ist zu beachten: die vorhandenen Daten sind nicht zwingend auf die Forschungsfrage zugeschnitten. Datenquellen können veraltet und unvollständig sein.
Für aussagekräftige Resultate ist eine Kombination aus Primär- und Sekundärmarktforschung sinnvoll.
Interne Quellen der Sekundären Primärmarktforschung:
Externe Quellen der Sekundären Primärmarktforschung:
PESTEL ist ein Akronym für: «Political, Economic, Sociocultural, Technological, Enviremental, Legal ». Dieses Analysemodell wird in der strategischen Marktforschung verwendet, um die verschiedenen Faktoren zu identifizieren welche den Markt und die Unternehmens-Umgebung beeinflussen können.
Werden Chancen und Risiken in der Makro Umgebung eines Unternehmens führzeitig identifiziert können rechtzeitig Entscheidungen getroffen werden und die Wettbewerbsfähigkeit optimiert werden.
Es werden politische Faktoren wie Gesetze, Regulierungen, Steuern und politische Stabilität betrachtet.
Beispiel: Jauche Silos müssen innert 10 Jahren in der Schweiz abgedeckt werden um den Metan-Ausstoss zu verringen. Ein Bedarf für die Überdachung wird per Gesetz generiert.
Hier werden wirtschaftliche Faktoren wie Konjunktur, Inflation, Zinssätze, Arbeitslosigkeit und Handelsbedingungen betrachtet.
Beispiel: Durch Lieferengpässe und einen langen andauernden Streik in einen der grössten Kupfermine Weltweit steigen die Preise für diesen Rohstoff drastisch an.
Soziale und kulturelle Faktoren wie demografische Entwicklungen, Lebensstile, kulturelle Werte und Normen werden betrachtet.
Beispiel: Durch die Medial gemachte Panik bezüglich Energie Engpässen boomt das Geschäft mit Solaranlagen und Speicher Batterien. Die Lieferketten sind aktuell überlastet.
Die Technologischen Faktoren, Innovationen, Digitalisierung, Automatisierung, Patente und Standards werden betrachtet.
Beispiel: Digitale Ausmass Arbeiten auf der Baustelle ermöglichen eine Schnittstelle zwischen Bau, Produktion und Büro. Digital Erfasste Bleche können direkt auf die CNC-Abkantmaschine gesendet werden für die Produktion. Diese Daten können vom Büro für die Abrechnung verwendet werden.
Hierbei geht es um ökologische Faktoren wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Nachhaltigkeit und Ressourcenknappheit.
Beispiel: Die Verwendung von Blei als Baustoff auf Dächern wird in den nächsten Jahren eingeschränkt/untersagt.
Rechtliche Faktoren wie Arbeitsgesetze, Verbraucherschutz, Datenschutz und Regulierungen werden untersucht.
Beispiel: Die Aktuelle Bauarbeiter Verordnung (Stand 2022) besagt, das neu ab einer Absturzhöhe von 2.00m bei Dacharbeiten Massnahmen ergriffen werden müssen (Gerüst, Geländer, PsAGA).
Das Modell aus Marktanteil, Marktvolumen, Marktpotential und Marktkapazität ergibt ein umfassendes Bild des Marktes und hilft dabei die Aktuelle Situation zu verstehen und die eigene Markstrategie daran auszurichten.
Der Marktanteil gibt den Anteil eines Unternehmens an dem Marktvolumen an.
Das Marktvolumen gibt den tatsächlich realisierten Branchenumsatz pro Jahr an. Oder auch anders gesagt: Wieviel wird von einem gewissen Produkt oder einer Dienstleistung in einer bestimmten Zeitperiode umgesetzt. Das Marktvolumen kann ein wichtiger Indikator für die Nachfrage eines Produktes/Dienstleistung sein.
Das Marktpotenzial gibt die theoretische maximale Nachfrage für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung an.
Die Marktkapazität beschreibt die geschätzte Aufnahmefähigkeit (Wie viel wird produziert und verkauft) des Marktes ohne Berücksichtigung, was der Kunde bereit wäre zu Zahlen. Dies kann von verschiedenen Faktoren wie Produktionskapazität und Verfügbarkeit von Ressourcen abhängig sein.